In einem 10-tägigen Prozess erforschen wir die Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft, spielen mit alten Formaten & Ideen und erproben neue.

Wann: 06. - 15. August 2021
Wo: Soziokulturelles Zentrum
„die börse" Wuppertal
Wer: Künstler:innen, Kunstpädagog:innen,
Sozial-/Kultur-/Gesellschafts- wissenschaftler:innen,
Public Interest Designer:innen,
Mitglieder künstlerischer Kollektive und
alle, die sich gerufen fühlen
Alter: 18+
Kosten:    150 Euro mit Übernachtung
50 Euro ohne Übernachtung

Wenn du im Rahmen des Projekts einen Workshop gibst, bekommst du dafür eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro.

Eine Anmeldung ist nur für den gesamten Zeitraum möglich. Reisekosten müssen selbst getragen werden.

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(bis 23.05.21)

Es gibt 15 Teilnahmeplätze vor Ort und 10 Online-Plätze. Das Projekt wird als Hybrid-Format über eine Videoplattform stattfinden.

Über das Projekt

SchnittStelle

Eine Unconference mit Produktions-Camp zum Thema Partizipation in Kunst-Projekten

Mit SchnittStelle laden wir junge Kunst- und Kulturschaffende der szenischen und darstellenden Künste, des Public Interest Design, der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Kunst- und Kulturpädagog:innen, aber auch Quereinsteiger:innen und Menschen aus der Praxis ein, die an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft arbeiten und so versuchen, auf Politik und Zusammenleben einzuwirken.

Vom 6.-15. August 2021 sollen während eines 10-tägigen Prozesses in einem Barcamp und in interdisziplinären Kleinprojekten neue Formate und Arbeitsweisen erfunden und miteinander erprobt werden.

Das Barcamp am ersten Projektwochenende wird von allen Teilnehmenden inhaltlich gemeinsam gestaltet. In kurzen Workshops vermitteln wir uns Aspekte unseres eigenen künstlerischen Tuns, über die wir uns in Gesprächsrunden austauschen.

In der hierauf folgenden 5-tägigen Experimentierphase arbeiten wir in Kleingruppen an interaktiven & partizipativen künstlerischen Formaten, die am Ende der Woche im soziokulturellen Zentrum "die börse", im öffentlichen Raum oder digital präsentiert werden.

barcamp

6. - 8. August

Ausgehend von der Überzeugung, dass jede:r Akteur:in ein Wissen, Fähigkeiten und Talente mitbringt, die darauf warten, geteilt zu werden, betrachten wir alle Teilnehmenden als Lehrende und Lernende zugleich. Als thematischen Einstieg bieten wir am ersten Wochenende eine Form des Barcamps an. Die Tagesordnung wird von den Teilnehmer:innen selbst erstellt. Nach einer Vorstellungsrunde schlägt jede:r, der:die möchte, ein Thema für eine Session vor. Im Plenum wird dann geschaut, wer sich an welcher Session beteiligen möchte. So entsteht der Ablaufplan für unsere Unconference nach unseren Expertisen, Interessen und Fragestellungen

Youtube: Was ist ein Barcamp?

ausgangsfragen

„Teilhabe" und „Partizipation" sind nicht mehr Alleinstellungsmerkmal der Soziokultur, sondern die Schlagworte des vergangenen Jahrzehnts. Was aber bedeutet „Partizipation" in der Kunst und was könnte sie noch bedeuten? Wie sehen künstlerische Arbeitsweisen aus, in denen Menschen gestaltend auf die Gesellschaft einwirken? Welche Rolle spielen Zuschauende, Zuspielende und Teilnehmende? Wie können neue Technologien und Medien sinnvoll eingebunden werden? Wie gestalten wir Beziehungen im medialen Austausch sinnlich und menschlich? Diesen Fragen wollen wir nachgehen.

produktionscamp

9. - 13. August

Am Sonntagabend bilden sich aus allen Teilnehmenden vier bis fünf Projektgruppen, die dann eine Woche Zeit und Raum haben, gemeinsam in einen kreativen Prozess einzusteigen und ein exemplarisches Projekt zu entwickeln. Online-Teilnehmende werden in die Projektarbeit integriert. Ergebnis dieser Experimentierphase soll ein künstlerisches Format sein, das gesellschaftliche Themen behandelt und interaktiv Menschen mit einbezieht.

öffentliche präsentation

14. - 15. August

Für die Präsentation am 14. August stehen unsere Räumlichkeiten in der börse zur Verfügung. Es ist aber ebenso möglich eine Präsentation im öffentlichen und/oder digitalen Raum zu machen. Es geht uns dabei nicht (unbedingt) um die Präsentation eines fertigen, künstlerischen Formats, sondern vielmehr um eine Showing dessen, was die Gruppen bis zu diesem Zeitpunkt miteinander entwickelt haben.

teilnahme online

SchnittStelle findet als Hybrid-Format statt. Das Barcamp, die Workshops und die Präsentationen werden zugleich in Präsenz und über eine Videoplattform durchgeführt. Die Projektgruppen arbeiten vor Ort und digital miteinander und können für diese Zusammenarbeit eigene Ansätze erproben. Wir wollen gemeinsam erforschen, welche Chancen und (Un-)Möglichkeiten zur Partizipation und Zusammenarbeit dieses Format bietet.

praktische workshops

Wir starten jeden Projekttag gemeinsam mit einem intensiven praktischen Austausch. Deshalb bitten wir jede:n Teilnehmer:in, ein einstündiges Workshopangebot für die anderen zu machen. Das kann bspw. eine Meditationsform, eine künstlerische Praxis, ein Aufwärmtraining oder eine Einführung in ein Online Tool sein.

Aus dem praktischen Austausch kommend, finden nachmittags die gemeinsam festgelegten Sessions in mehreren Gesprächsrunden bzw. im Laufe der Woche die Proben statt.

ziele

Interdisziplinärer Austausch von Künstler:innen und Akteur:innen der soziokulturellen Projektarbeit zu Fragen,
Arbeitsweisen, Inhalten und Formaten an der Schnittstelle
von Gesellschaft und Kunst.

Exemplarische Entwicklung von neuen Formaten und künstlerischen Herangehensweisen partizipativer Projekte in Kleinprojekten.

Entwicklung und Erprobung von digitalen Projekten und Beteiligungsformaten

gemeinsam kochen

Zum Essen kommen Menschen mit „Leib und Seele" zusammen und es findet ein anderer Austausch statt, als während der Zusammenarbeit. Ums Essen bzw. Kochen ranken sich auch vielfältige gesellschaftspolitische Themen: Lebensmittelverschwendung, Umweltaspekte, unterschiedliche Ernährungsweisen etc.. Und: „Kochen" kann durchaus als Kunst bezeichnet werden.

Darum haben wir die Koch-Künstlerin Cornelia Einicke als gestaltende Künstlerin eingeladen, unser tägliches Catering in eines der exemplarischen Projekte zu verwandeln, die in der Projektwoche gestaltet werden. Partizipierende sind alle Teilnehmenden: Jede der Projektgruppen beteiligt sich an einem Vormittag mit einem bestimmten Themenschwerpunkt am Kochprozess.

unterbringung

Für alle Projektteilnehmer:innen, die in Wuppertal übernachten möchten, haben wir Zimmer mit Frühstück bei unserem langjährigen Kooperationspartner reserviert. Das kleine gemütliche Hotel ist fußläufig von der börse aus erreichbar.

also-hotel.de

Ablauf der Woche (PDF)

FAQ

Wir erwarten mehr Bewerbungen als es Teilnehmerplätze gibt. Wir werden uns bemühen, eine ausgewogene, möglichst diverse Gruppe aus unterschiedlichen Genres auszuwählen. Die Auswahl wollen wir am 14.6.2021 abgeschlossen haben und benachrichtigen dich dann schnellstmöglich.

Grundsätzlich finden wir alles interessant, womit ihr gerne arbeitet. Das kann ein gemeinsamer Start in den Tag, ein Aufwärmtraining oder eine Form des kreativen Brainstormings, eine Technik zum Sammeln von Statements, ein Improvisationsspiel oder ein Experiment mit einem online-Tool sein, alles, was ihr euch zutraut anzuleiten und was im Kontext einer gemeinschaftlichen Kreation interessant sein könnte. Auch die online-Teilnehmer:innen können online-Workshops anbieten.

Grundsätzlich haben wir uns viel vorgenommen und vor allem in der konkreten Arbeitsphase in der Projektwoche sollen die Kleingruppen arbeitsfähig bleiben. Es ist also wichtig, dass du möglichst die ganze Zeit für das Projekt zur Verfügung stehst. Eure Arbeitsprozesse in den Kleingruppen könnt ihr jedoch untereinander selbständig abstimmen, so dass es unter Umständen Zeiten gibt, zu denen man auch andere Dinge erledigen kann. Bitte gib uns bei der Bewerbung an, wann genau du nicht kannst.

Bitte bring ein internetfähiges digitales Endgerät (PC oder Pad) mit. Falls du ein Leihgerät benötigst, kannst du das bei der Bewerbung angeben.

Die Teilnahme ohne Unterbringung kostet 50€. Egal ob du online oder vor Ort teilnehmen möchtest. Eine Teilnahme mit Unterbringung kostet 150€.

Nein. Wenn du einen Workshop anleitest, kannst du die Kosten auf 0€ reduzieren, bei Teilnahme ohne Unterbringung bekommst du sogar eine Aufwandsentschädigung raus.

Wir bieten grundsätzlich vegetarisches Essen an. Es wird immer auch vegane Angebote geben. Das Mittagessen kochen wir während der Projektwoche im Kochprojekt frisch vor Ort. Auch Unverträglichkeiten können gerne im direkten Kontakt abgesprochen werden.

gefördert von

Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und LAG Soziokultur aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

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